Aktion Grundwasserschutz

Mit Brot Grundwasser schützen? – Start der Initiative Wasserschutzbrot

Seit diesem Frühjahr wächst in der Nähe von Rottenburg Backweizen heran, der ab Herbst in regionalen Bäckereien zu "Wasserschutzbrot" verarbeitet wird. Diesen Namen verdient sich das Brot, weil beim Anbau des Backweizens auf die letzte Düngegabe vor der Ernte verzichtet wird. Gerade diese ist verantwortlich für den gewünschten hohen Proteingehalt des Korns. Leider aber auch oft für die Auswaschung von Nitrat in unser Grund- und damit Trinkwasser.

Der schonende Anbau soll künftig die Nitratbelastung des Grundwassers senken. Gleichzeitig verlangt der geringere Anteil an sogenanntem Klebereiweiß nach separater Vermahlung, Lagerung und nicht zuletzt nach handwerklicher Fertigkeit beim Bäcker. Da regionale Rohstoffe verwendet werden und mit Mühlen, Bäckereien und Wasserversorgern vor Ort zusammengearbeitet wird, verbindet das "Wasserschutzbrot" Genuss mit Regionalität und Grundwasserschutz.

Die offizielle Vorstellung der Initiative erfolgte am 18.06.2020 durch Regierungspräsident Rainer Haselbeck gemeinsam mit Alfred Holzner, Bürgermeister von Rottenburg an der Laaber, beim Wasserzweckverband Rottenburger Gruppe. Der Landwirt Franz Strixner, auf dessen Anregung hin die Initiative nach fränkischem Vorbild nun auch in Niederbayern Fuß fasst, berichtete von seinen Erfahrungen. Im Anschluss besichtigten die Anwesenden ein Feld mit Wasserschutzweizen.

Die Initiative "Wasserschutzbrot Niederbayern" ist ein Projekt der "AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ", finanziert und betreut von der Regierung von Niederbayern. Die ersten Wasserschutzbrote wurden in Unterfranken gebacken, von dort weitet sich die Initiative stetig aus. Die jeweiligen Bezirksregierungen werden dabei vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) unterstützt. Alle Beteiligten sind zuversichtlich, dass sich weitere Landwirte, Bäcker und Mühlen finden, die sich am Projekt beteiligen wollen. Nun sind ab Herbst die Verbraucher gefragt, denn nur wenn sich das "Wasserschutzbrot" gut verkauft, wird sich die Initiative selber tragen.

Weitere Informationen zur Initiative "Wasserschutzbrot" und zu den Verkaufsstellen finden Sie hier:

Im BR wurde ebenfalls über die Initiative berichtet:

Für weitere Informationen zur Initiative "Wasserschutzbrot" in Niederbayern wenden Sie sich bitte an:

Regierung von Niederbayern
Herr Reimund Neumaier, Telefon: 0871/808-1446
E-Mail: reimund.neumaier@reg-nb.bayern.de