Aktion Grundwasserschutz

Mit Brot Grundwasser schützen? – Verkaufsstart Wasserschutzbrot

Seit diesem Frühjahr wuchs in der Nähe von Rottenburg Backweizen heran, der jetzt in regionalen Bäckereien zu "Wasserschutzbrot" verarbeitet wird. Zum offiziellen Verkaufsstart am 8.10.2020 trafen sich die Beteiligten – ein Landwirt, vier Bäcker, ein Müller und die Projektkoordinatorin – bei der Regierung von Niederbayern zur Vorstellung und Verkostung der Wasserschutzbackwaren. Seitdem verkaufen die Bäckerei Bücherl und Bäckerei Wackerl aus Landshut, die Bäckerei Schleich aus Frontenhausen und die Bäckerei Hatzl aus Rottenburg a. d. Laaber die ersten Wasserschutzbrote Niederbayerns. Alle Beteiligten hoffen nun, dass das Wasserschutzbrot bei den Kunden gut ankommt.

Den Zusatz "Wasserschutz-" verdient das Brot, weil beim Anbau des Backweizens auf die letzte Düngegabe vor der Ernte verzichtet wird. Gerade diese ist verantwortlich für den gewünschten hohen Proteingehalt des Korns. Leider aber auch oft für die Auswaschung von Nitrat in unser Grund- und damit Trinkwasser.

Der schonende Anbau soll künftig die Nitratbelastung des Grundwassers senken. Gleichzeitig verlangt der geringere Anteil an sogenanntem Klebereiweiß nach separater Vermahlung, Lagerung und nicht zuletzt nach handwerklicher Fertigkeit beim Bäcker. Da regionale Rohstoffe verwendet werden und mit Mühlen, Bäckereien und Wasserversorgern vor Ort zusammengearbeitet wird, verbindet das "Wasserschutzbrot" Genuss mit Regionalität und Grundwasserschutz.

Mehrere Personen stehen im Raum und halten Wasserschutzbrote in die KameraBild vergrössernPressetermin mit Vorstellung und Verkostung des Wasserschutzbrotes.

Anfänge der Initiative Wasserschutzbrot in Niederbayern

Die offizielle Vorstellung der Initiative erfolgte am 18.06.2020 durch Regierungspräsident Rainer Haselbeck gemeinsam mit Alfred Holzner, Bürgermeister von Rottenburg an der Laaber, beim Wasserzweckverband Rottenburger Gruppe. Der Landwirt Franz Strixner, auf dessen Anregung hin die Initiative nach fränkischem Vorbild nun auch in Niederbayern Fuß fasst, berichtete von seinen Erfahrungen. Im Anschluss besichtigten die Anwesenden ein Feld mit Wasserschutzweizen.

Die Initiative "Wasserschutzbrot Niederbayern" ist ein Projekt der "AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ", finanziert und betreut von der Regierung von Niederbayern. Die ersten Wasserschutzbrote wurden in Unterfranken gebacken, von dort weitet sich die Initiative stetig aus. Die jeweiligen Bezirksregierungen werden dabei vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) unterstützt. Alle Beteiligten sind zuversichtlich, dass sich weitere Landwirte, Bäcker und Mühlen finden, die sich am Projekt beteiligen wollen. Nun sind die Verbraucher gefragt, denn nur wenn sich das "Wasserschutzbrot" gut verkauft, wird sich die Initiative selber tragen.

Mähdrescher auf WeizenfeldBild vergrössernErnte des Wasserschutzweizens.

Weitere Informationen zur Initiative "Wasserschutzbrot" und zu den Verkaufsstellen finden Sie hier:

Für weitere Informationen zur Initiative "Wasserschutzbrot" in Niederbayern wenden Sie sich bitte an:

Regierung von Niederbayern
Herr Reimund Neumaier, Telefon: 0871/808-1446
E-Mail: reimund.neumaier@reg-nb.bayern.de