Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Aktion Grundwasserschutz

Zweites Wasserforum Niederbayern am 15. 10.2019 in Landshut

Die Akteure beim Wasserforum

Das Klima verändert sich: Starkniederschläge und länger anhaltende Trockenperioden werden auch in Niederbayern weiter zunehmen. Als Folge davon verringert sich die Menge des neu gebildeten Grundwassers. Wie sich das auf die Wasserwirtschaft sowie die Landwirtschaft auswirken wird, und wie das gemeinsame Ziel Grundwasserschutz erreicht werden kann – darüber tauschten sich mehr als hundert Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Wasserversorgern, Behörden und Verbänden beim Wasserforum aus.

Die bereits stattfindenden und auch für die Zukunft prognostizierten Veränderungen im (nieder)bayerischen Klima legte Holger Komischke vom Bayerischen Landesamt für Umwelt dar. Die Tendenz zu trockeneren und heißeren Sommern nimmt zu, während die Winter feuchter und ebenfalls wärmer werden. Die Konsequenzen für das Grundwasser sind bereits jetzt zu spüren: zwischen 2011 und 2015 betrug die Grundwasserneubildung nur 83 Prozent vom langjährigen Mittel. Da in Bayern das Trinkwasser zum Großteil aus Grundwasser gewonnen wird, wirkt sich eine Verringerung der Grundwasserressource direkt auf die Versorgungssicherheit aus.

Um die bereits knapper werdenden Vorräte an Grundwasser nicht noch zusätzlich zu belasten, warb Marlene Gruber vom Zweckverband Rottenburger Gruppe für vorbeugenden Grundwasserschutz gemeinsam mit den Landwirten. Sie stellte ein Programm von freiwilligen Kooperationen vor und sprach von der notwendigen Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den Landwirten.

Im Anschluss stellte Clemens von Ruedorffer, Bereichsleiter bei den Stadtwerken Straubing, ein Beispiel für die gelungene Senkung des Nitratgehaltes in einem ihrer Einzugsgebiete vor.

Ruth Brummer, Wasserberaterin beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Straubing, berichtete von Versuchen mit der „Durchwachsenen Silphie“, einer Energiepflanze als mögliche Alternative zum Mais.

Der Regierungspräsident von Niederbayern, Rainer Haselbeck, führte durch die Veranstaltung mit dem vereinfachten Motto „Es geht um Wasser und Brot“. Er wies darauf hin, dass Grundwasser ein gutes Gedächtnis hat und wir einen langen Atem benötigen, um grundlegende Erfolge beim Schutz des Grundwassers zu sehen.

Für weitere Informationen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an:

Regierung von Niederbayern
Herr Reimund Neumaier, Telefon: 0871/808-1446
E-Mail: reimund.neumaier@reg-nb.bayern.de