Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Aktion Grundwasserschutz

Exkursionstage für künftige Landwirte

Schüler und Erwachsene stehen um einen Regensimulator herum, in dem vier verschiedene Böden gewässert werden und der Abfluss aufgefangen und ausgewertet wird.Bild vergrössern Der Regensimulator macht deutlich, wie verschieden Böden auf Regen reagieren – auch ohne dass die Beobachter nass werden

Mittelfrankens Landwirte von Morgen haben im Rahmen der "AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ – Trinkwasser für Mittelfranken" einen erlebnisreichen Exkursionstag verbracht. Zwei Schulklassen der Landwirtschaftlichen Berufsschule Ansbach-Triesdorf sammelten, angeleitet von Fachleuten der Wasserwirtschaft und Landwirtschaft, praktische Erfahrungen. Die wichtigste Erkenntnis war für die Schüler, dass sie durch ihr Handeln zukünftig direkt Einfluss auf die Qualität des Grund- und Oberflächenwassers nehmen können.

Ziel der Veranstaltung war es, den Schülern die Notwendigkeit des Grundwasserschutzes deutlich zu machen und ihnen gleichzeitig Wege aufzuzeigen, wie sie in ihrem späteren Beruf positiv Einfluss nehmen können. Mit dieser Vorgabe haben die Experten der Regierung von Mittelfranken gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Ansbach ein vielseitiges Programm aufgestellt:

  • Bestimmung der Gewässergüte der Altmühl bei Herrieden: Eine Gruppe machte sich auf die Suche nach Kleintieren im Gewässer, beispielsweise Bachflohkrebse oder Fliegenlarven. Diese sogenannten Indikatororganismen weisen durch ihr Auftreten (oder eben das Nichtvorhandensein) auf die Gewässergüte hin. Parallel dazu untersuchte eine zweite Gruppe Wasserpflanzen und verglich sie mit Pflanzen eines Gewässers mit besserer Güteeinstufung. Im Anschluss wechselten die Gruppen die Stationen.
  • Direktvermarktung und Gastronomie einer Landwirtschaft mit Viehhaltung: Der Wirt der Gaststätte "Zum Kreuz" in Reichenau hält Schweine und Angusrinder, die er zum Teil direkt vermarktet. Er berichtete über seine Erfahrungen mit der Umstellung seines Rinderbestandes auf ganzjährige Weidehaltung, die Vor- und Nachteile der Direktvermarktung seiner Tiere und bewirtete die Exkursionsteilnehmer reichlich.
  • Demonstrationsbetrieb Gewässerschutz und Regensimulator: Mit Hilfe eines Regensimulators konnte der Oberflächenabfluss und Abtrag von Bodenteilchen auf vier verschiedenen Böden direkt verglichen werden. Eindrücklich wurde hier die Wichtigkeit der Bodenbedeckung sichtbar. Bei einer Gruppenarbeit auf dem Feld wurden Zwischenfrüchte selbst bestimmt und ihre Auswirkungen auf den Boden thematisiert. Deutlich gemacht wurde hier der Einfluss von Zwischenfruchtanbau auf die Qualität von Bächen, Flüssen und Grundwasser, ebenso wie auf die Bodenfruchtbarkeit.
Schülergruppe untersucht die Zwischenfrüchte auf einem FeldBild vergrössern Die angehenden Landwirte nahmen die Zwischenfrüchte genau in Augenschein

Das Team der Aktion Grundwasserschutz traf auf hoch motivierte Schüler, die die angebotenen Themen mit Interesse aufnahmen. Nach einer Auswertung der diesjährigen Aktionstage mit den Lehrkräften wird es auch 2019 wieder Exkursionen in diesem Rahmen geben.

Projektsteckbrief

Was: Organisation zweier Exkursionstage für die 11. Klassen der landwirtschaftlichen Berufsschule Ansbach-Triesdorf (3. Ausbildungsjahr)

Wann: 18.&23.10.2018, jährlich geplant

Wer: Regierung von Mittelfranken
Wasserwirtschaftsamt Ansbach
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ansbach.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Regierung von Mittelfranken

Sachgebiet 52 – Wasserwirtschaft
Bischof-Meiser-Str. 2/4
91522 Ansbach

Telefon: 0981/53-1262
E-Mail: Martin Rätz