Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Aktion Grundwasserschutz

Fachveranstaltung "Klimawandel in der Oberpfalz – Wasserwirtschaft und Landwirtschaft" am 25. Oktober 2018

Personen bei einer VortragsveranstaltungBild vergrössern Wie macht sich der Klimawandel in der Oberpfalz bemerkbar?; Foto: Raimund Schoberer, Regierung der Oberpfalz

Im Rahmen der "AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ – Trinkwasser für die Oberpfalz" fand am 25. Oktober 2018 eine Fachveranstaltung zum Klimawandel in der Oberpfalz statt. Die messbaren und zukünftigen Veränderungen des Klimas in der Oberpfalz, deren Auswirkungen auf das Grundwasser und die Landwirtschaft sowie mögliche Anpassungsstrategien wurden vorgestellt und diskutiert. Begrüßt wurden die ca. 120 Teilnehmer von Herrn Regierungsvizepräsident Reichert. Durch die Veranstaltung führte Herr Mayrhofer, Leiter des Sachgebietes Wasserwirtschaft an der Regierung.

Das Jahr 2018 ist durch Hitze, lange Trockenphasen und kurze Starkniederschläge gekennzeichnet. Klimaforscher gehen davon aus, dass sich diese Wetterlagen infolge des Klimawandels verstärken werden. Aktuelle Prognosen des Bayerischen Landesamtes für Umwelt zeigen, dass neben einem weiteren Anstieg der Durchschnittstemperaturen mit feuchteren Wintern und trockeneren Sommern zu rechnen ist. Lange Trockenphasen beeinflussen die Grundwasserneubildung negativ. Gerade wenn mehrere Trockenjahre aufeinander folgen, so wie es seit 2015 der Fall ist, wird die Lage vor allem für Quellen kritisch. Herr Schoberer von der Regierung der Oberpfalz wies deswegen auf die Wichtigkeit eines zweiten Standbeines für Wasserversorger hin.

Die Klimaveränderungen haben auch schon jetzt Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Frau Addokwei vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Regensburg machte am Beispiel der diesjährigen schlechten Kartoffelernte in der Region deutlich, dass ein innovatives Wassernutzungskonzept, vor allem im Hinblick auf Bewässerung, nötig ist.

Konkrete Maßnahmen zur Anpassung der Landbewirtschaftung an den Klimawandel stellte Herr Doleschel von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft vor. Wenn vor allem während der Vegetationsperiode nur wenig Niederschlag fällt, muss die Regeninfiltration gefördert werden und gleichzeitig die Bodenverdunstung möglichst minimiert werden. Mulchsaat, Zwischenfruchtanbau, weniger Verdichtung und die Anpassung der Fruchtfolge sind einige der genannten Anpassungsmaßnahmen.

Diesen Ansatz unterstützte auch Herr Felbermeir von der Maschinenring Deutschland GmbH. Darüber hinaus informierte er über den Aufbau eines bayernweiten Wetterstationen-Netzwerkes. Der Maschinenring unterstützt Landwirte bei der Anschaffung einfacher Wetterstationen, die vor allem Daten zu Niederschlag, Temperatur und Luftfeuchte aufzeichnen. Diese Stationen können die Lücken in den bereits bestehenden Netzen schließen und ermöglichen es den Landwirten, mit präziseren Daten zu arbeiten.

Zum Abschluss der Vortragsveranstaltung zeigte Herr Dr. Bosch von der Firma FarmFacts GmbH, welche Möglichkeiten die Fernerkundung für intelligentes Düngemanagement bietet.

Die anwesenden Vertreter von Kommunen, Verbänden, Wasserversorgungsunternehmen und Behörden nutzten das Angebot zu einem regen Informationsaustausch. Auch im kommende Jahr wird das Team der "AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ – Trinkwasser für die Oberpfalz" neben dem bereits bewährten Wasserforum wieder eine ähnliche Veranstaltung anbieten.

Oberpfalz-TV hat einen kurzen Beitrag zur Veranstaltung mit Interviews einiger Referenten online gestellt:

Die Unterlagen zu den Vorträgen können Sie auf der Oberpfälzer Aktionsseite einsehen:

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Regierung der Oberpfalz

Sachgebiet 52 - Wasserwirtschaft
Raimund Schoberer
Emmeramsplatz 8
93047 Regensburg

Telefon: 0941/5680-1852
E-Mail: Wasserwirtschaft