Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Aktion Grundwasserschutz

Lage der Grundwasserstände im November 2019

Bild vergrössern Der Niedrigwasserinformationsdienst stellt zahlreiche Karten wie zum Beispiel die Karte der Stände des Grundwassers und der Quellschüttungen zur Verfügung

Wie im August 2019, so stellen sich auch im November (Stand: 10.11.2019) die Grundwasserstände und Quellschüttungen in Nordbayern und Südbayern recht unterschiedlich dar. In Nordbayern liegen sie in etwa auf dem niedrigen Niveau des Novembers des Trockenjahres 2018. Zwar liegen die Grundwasserstände und Quellschüttungen in Südbayern oftmals höher als im November 2018, vom langjährigen Mittel sind sie meist aber noch weit entfernt. Insgesamt weisen zu Beginn des Novembers 2019 etwa 4 % der oberflächennahen Grundwassermessstellen niedrige oder gar sehr niedrige Grundwasserstände auf. In den tieferen Grundwasserstockwerken liegt der Wert bei 6 %. Im Vergleich zum August stellen diese Werte nur eine geringfügige Verringerung dieser Niedrigwassersituation dar: die Werte lagen bei 5 % in den oberflächennahen, beziehunghsweise bei 7 % in den tieferen Stockwerken.

Grund für die weiterhin angespannte Lage bei den Grundwasserständen ist das Niederschlagsregime. Zwar regnete es im Oktober 2019 mit bayernweit 82 mm, das entspricht 117 % des von 1981-2010 gemessenen Mittelwerts, reichlich. Die Niederschläge im gesamten hydrologischen Sommerhalbjahr 2019 (01.05. bis 31.10.2019) fielen bayernweit jedoch zu gering aus.

Der Niedrigwasser-Informationsdienst des Bayerischen Landesamts für Umwelt stellt hierzu weitere Informationen und Details bereit. Interessierte Leser können sich so nicht nur über Niederschläge und Grundwasserstände informieren, sondern finden neben einem umfassenden Lagebericht auch Wissenswertes zu Seen und Speichern, der Gewässerqualität und Abflussmengen von Fließgewässern.

Dem Schutz des Grundwassers kommt gerade in Trockenzeiten eine wichtige Rolle zu. Die Verdünnung von Verunreinigungen ist bei niedrigen Grundwasserständen stark vermindert. Somit werden Düngemittel und dadurch Nitrat, Unkraut-Vernichtungsmittel, Schädlings-Bekämpfungsmittel oder ähnlich bereits in sehr kleinen Mengen problematischer, als sie es ohnehin bereits sind. Deshalb sollten wir auf die Nutzung dieser und vergleichbarer Stoffe möglichst verzichten. Auch wenn bisher die Versorgung mit Trinkwasser bayernweit nicht gefährdet ist, erinnern uns Trockenperioden und niedrige Grundwasserstände daran, umsichtig und nachhaltig zu handeln und das Grundwasser bestmöglich zu schützen.