Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Aktion Grundwasserschutz

Bildung für nachhaltige Entwicklung – Wir schulen die Wasserschützer von morgen

Nachhaltigkeit ist ein Wort mit vielen Bedeutungen – aber wofür steht es genau? Für uns gilt: künftige Generationen sollen dieselben Voraussetzungen für ein erfülltes Leben haben wie wir. Und dazu gehört vor allem sauberes Wasser. Das Besondere an Wasser ist, dass es alle Dinge und alle Prozesse miteinander verknüpft. So wie wir im Hier und Jetzt leben, wirkt sich dies auf die Lebensbedingungen in anderen Teilen der Welt aus – und vor allem - auch auf die Lebensbedingungen kommender Generationen. In der Bildung für nachhaltige Entwicklung geht es also darum zu lernen, wie wir diese Verknüpfungen und Wechselwirkungen in unserem täglichen Leben berücksichtigen und auch beeinflussen können.

Angebote für Schulen

Schüler tragen ein Schild mit dem Schriftzug der WasserschuleBild vergrössern Kinder sind die wichtigste Zielgruppe der Bildung für nachhaltige Entwicklung - hier z.B. bei der Wasserschule Oberfranken; Foto: Regierung von Oberfranken

Mit einer Mischung aus gemeinsamem Lernen, Spielen, Erleben und viel Spaß wollen wir vor allem Schüler der 3. und 4. Jahrgangsstufe für das Thema Wasser begeistern. So wurden allen bayerischen Grund- und Förderschulen auf den Lehrplan abgestimmte Unterlagen zur Verfügung gestellt, die im Unterricht ortsungebunden – also mobil - eingesetzt werden können. Diese Materialien der mobilen Wasserschule stehen zum Download bereit – den Link zum jeweiligen Internetauftritt der Regierungen mit vielen weiteren Informationen finden Sie in der rechten Spalte. In Kürze werden auch weitere neue Materialien der Wasserschule erscheinen.

Neben diesem Angebot gibt es in Bayern inzwischen mehrere Anlaufstellen für stationäre Wasserschulen.

So bieten die Schullandheime im unterfränkischen Hobbach und Bauersberg sowie im oberfränkischen Weißenstadt und Steinbach am Wald eine Projektwoche zum Thema Wasser an. Auch in Oberbayern kann zukünftig eine Wasserschule im Schullandheim besucht werden.

In Unterfranken haben Schüler die Möglichkeit, die Wasserschule auf Bauernhöfen zu erleben.

Im Jahr 2016 öffnete die Wasserschule Bamberg ihre Pforten. Das Wasserklassenzimmer, die Gewässeruntersuchung im ERBA-Park und eine Führung durch Wasserwerk, Wasserschutzgebiet oder Kläranlage stehen allen Schulen in Stadt und Landkreis Bamberg offen.

Angebote für Kindertagesstätten

Schon unsere Kleinsten entwickeln ein Gespür für ihre Umwelt und stellen Fragen, z.B. woher das Wasser aus dem Wasserhahn kommt. Gut, wenn die Erzieherinnen und Erzieher geschult sind und kindgerecht antworten können.

In Unterfranken wurden pädagogischen Fachkräften von Kindertagesstätten kostenfreie Fortbildungen zum Thema Wasser angeboten. Besonders engagierte Eichrichtungen sind die "Wasser-Kitas". Sie machen ihre Erfahrungen der Öffentlichkeit und anderen interessierten Kitas zugänglich und werden dafür mit einer Teamfortbildung sowie verschiedenen Materialien belohnt.


Inhalt der Schatzkiste Wasser: Arbeitsblätter, Bestimmungstafeln, Becherlupen, Messbecher, etc.Bild vergrössern Die Schatzkiste Wasser; Foto: Regierung von Unterfranken

Die Schatzkiste Wasser enthält zahlreiche Anregungen, Experimente und Bastelanleitungen für Kinder im Kindergartenalter sowie in der
1. und 2. Jahrgangsstufe der Grundschule. Sie kann an mehreren Stellen in Unterfranken kostenfrei entliehen werden.

Die unterfränkische Jahreszeitenkiste soll Kindern zwischen 3 und 6 Jahren die heimischen Obst- und Gemüsesorten nahe bringen. Denn saisonale Lebensmittel unterstützen den Ressourcenschutz vor Ort sowie in anderen Regionen der Welt und helfen uns, die Jahreszeiten bewusster zu erleben.

Weitere Angebote für Jung und Alt

Wissenswertes zum Thema Grund- und Trinkwasserschutz wird mit den Wanderausstellungen der AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ geboten.

Weitere Informationen gibt es auf den Internetseiten der Aktion in Unterfranken und Oberfranken, wie beispielsweise Anregungen zu nachhaltigem Verhalten im Alltag oder Tipps zum saisonalen Kochen.

Wie sich der tägliche Einkauf auf das Grund- und Trinkwasser in der ganzen Welt auswirkt, erfährt man unter dem Stichwort "Virtuelles Wasser". Laut Wasserzähler werden in den deutschen Privathaushalten pro Kopf und Tag 121 Liter Wasser im Haushalt verbraucht, u.a. für Körperpflege, Toilettenspülung und Kochen. Doch der weitaus größte Teil unseres Wasserverbrauchs versteckt sich in den Lebensmitteln, Kleidungsstücken und anderen Produkten, die wir täglich nutzen. Mehr zu diesem für uns nicht sichtbaren Wasser erfahren Sie in der Broschüre "Virtuelles Wasser" (siehe rechte Spalte).

Ein lohnendes Ziel für einen Familienausflug ist die Wasserinsel Alzenau. Lehrtafeln und interaktive Stationen bieten an einem ruhigen Seitenarm der Kahl viel Wissenswertes zum Wasser. Der zugehörige Bollerwagen kann bei einer benachbarten Kita ausgeliehen werden.